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Virtualisierung als Hauptbestandteil des neuen Windows Server R2

04.01.2010 22:42

SearchDatacenter: Was würden Sie als die Hauptcharakteristik des Neuen Windows Server R2 bezeichnen?

Ward Ralston: Das Hauptthema ist die Virtualisierung mit unserem Hypervisor der nächsten Generation und der jetzt auch bei Microsoft verfügbaren Funktionalität der Live Migration von VMs.
Damit können wir auf Clustersystemen jetzt auch VMs ohne Unterbrechung verschieben. Die Basis dazu sind die Cluster Shared Volumes (CSVs). Bei uns ist Live Migration Teil des Betriebssystems.

Bislang galt der Hypervisor im Vergleich zu Mitbewerbern wie VMware oder Xen als weniger ausgereift. Ist er Ihrer Meinung jetzt für den Unternehmenseinsatz geeignet?

Wir haben sehr viel in Puncto Skalierung und Performance gearbeitet. Der neue Hypervisor unterstützt jetzt 64 virtuelle Cores, und wir erzielen in einigen Anwendungen fast die doppelte Dichte von virtuellen Maschinen auf einem Host. Zudem nutzen wir die neuesten Virtualisierungstechnologien der Chip-Hersteller Intel und AMD, die beispielswiese eine sehr effektive Speicherverwaltung für virtuelle Maschinen ermöglichen. Mit dem Windows Server R2 haben wir zudem sehr viel in Puncto Energieeffizienz geleistet. Wir können jetzt nicht benötigte Cores abschalten und damit Energie sparen. Eine permanente Evaluierung der Worklaod durch ein Power Management sorgt für Energieeinsparungen um bis zu 80 Prozent.

Momentan ist Cloud Computing der Hype der Stunde und Ihre Mitbewerber wie VMware und Citrix forcieren diese Strategie und entwickeln entsprechende Betriebssysteme und Plattformen. Wie nimmt sich Microsoft diesem Thema an?

Wir fahren momentan eine zweigeteilte Strategie. Mit unserer Cloud-Plattform Azure, die wir über Hostingpartner anbieten, bieten wir Kunden die Möglichkeit, Anwendungen Off Premise in der Cloud laufen zu lassen. Mit dem Windows Server R2 können Kunden Anwendungen virtualisiert On Premise (standortgebunden) im Unternehmen ausführen. Natürlich sehen wir, dass sich On-Premise-Anwendungen dynamisch in die Cloud verlagern werden.

Gibt es dann eine Verbindung oder Integration von Azure und Windows Server?

Momentan gibt es die nicht. Wir sehen aber auch momentan keinen Bedarf dafür, weil Unternehmen ihre Anwendungen meist on premise in einer internen Cloud hosten, aber nicht sowohl intern als auch in der Cloud. Wir sehen zudem, dass noch eine grosse Menge der Server nicht virtualisiert sind und wollen die Virtualisierung mit dem Windows Server R2 zuerst in den Massenmarkt tragen.

Hersteller wie VMware und HP beispielsweise setzen jetzt auf sofort einsatzbereite virtualisierte Komplettlösungen aus Software, Hardware, Speicher und Netzwerk. Planen Sie auch solche Pakete?

Momentan sind solche Lösungen nicht in Planung bei Microsoft. Wir verfügen zwar über den Softwarestack aber wir glauben, dass Kunden die Flexibilität haben wollen.
(SearchDataCenter )

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